Freitag, den 28. Oktober 2005.
Das D.F.F.V.-Forschungsgruppe freute sich über zahlreiche Anmeldungen für das 5. Internationale Verdun Meeting 2005 in Verdun. Diesmal konnten wir vier Tage anbieten, die eine Vielzahl an interessanten Exkursionspunkten bot. Der Treffpunkt an der Orne- Quelle wurde von allen Teilnhemern ohne Probleme gefunden. Das Wetter tat sein übriges um zu einem guten gelingen beizutragen. Der erste Besichtigungspunkt den das Exkursionsteam ansteuerte, war die 38 cm Marinegeschützstellung im Wald von Warphemont.
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Treffpunkt am Freitag den 28 Oktober an der Quelle von Orne. Alle waren Pünktlich bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen. |
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Das Touristisch erschlossene Areal der Marinegeschütz Stellung wurde mit großem Interesse besichtigt. | Die Ausmaße des großen "38ger" Marinegeschützes beeindruckten sichtlich. |
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Die große halbrunde Bettung des Marinegeschützes. | Einer der Munitionstunnel direkt neben der Bettung. |
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Das Foto zeigt recht deutlich Ausmaße der großen Bettung. |
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Die Bettung steht leider häufig unter Wasser. Die Feuerwehr muß die Bettung öfters Auspumpen. | Eindrücke wurden reichlich ausgetauscht. Hier Jörg Schwarz mit unserem Fotografen Theo Schöpgens. |
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Die Rückwärtigen Zugänge zu den Munitionsstollen, die per Feldbahn befahren werden konnten. Dort wurde die Munition zum Abschuß zusammengesetzt. |
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Unsere Schweizer Freunde, Andrea Treuthardt und Simon Graf begutachten ihre Fotos. | Es gab einige Fragen zu der Marinegeschützstellung im Warphemont zu beantworten. |
Die Wechselstellung des 38 cm Marinegeschützstellung im Wald von Muzaray
Diese Stellung war nicht Baugleich der Stellung
im Warphemont und auch von der Peripherie
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Dank zweier Zeichnungen konnte man die Stellung recht gut beschreiben. | Auf dem massiven Beton- Stahlfundament konnte man auch hier Ausmaße der Stellung gut erkennen. |
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Die betonierte Stellung mit dem Eingang zum Feuerleitstand. Die Stellung wurde wahrscheinlich 1918 von Deutschen Truppen gesprengt. |
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Die großen Stahlträger mit dem Massiven Verschraubungsbolzen. | Die Stellung wurde ausgiebig in Augenschein genommen. |
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Der Rückweg aus dem Wald zur Straße. Theo Schöpgens kontrolliert ob alle beisammen sind. |
Die Autos mußten an der Straße abgestellt werden, da der Feldweg nicht befahrbar war. |
Die ehemalige Betonfabrik (
"BEFA- Lager" oder " Camp Marguerre" ) in der Nähe der Sorel -Ferme
im Bois de Hingry.
Dieses Versorgungslager war eine Art Versuchslager zum
Testen von baustoffen, in erster Linie von Beton und Zement. So entstand auch
die Anlage
im Bois Hingry, wo man mit verschiedenen Beton Baustoffen Experimentierte. Unter dem
Kommando von Hauptmann Marguerre, der vom
Ingenieur- Komitee in Berlin kam, entstand so eine Anzahl von Betonbauten die dort zu
Testzwecken gebaut wurden.
Auch eine Beton- Produktion wurde angelegt und versorgte von dort per Feldbahn zahlreichen
Baustellen. Trotz der gut erhaltenen Bauten, gibt s nur wenige Informationen über das
Camp Marguerre.
Das Areal ist Touristisch erschlossen und mit einem großen
Parkplatz ausgestattet.
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Am Eingang zum BEFA -Lager steht noch das Wachthaus mit einem eisernen Kreuz. | An bestimmten Stellen hat man Erklärungstafeln plaziert. |
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Der Haupttrakt mit den Mannschafts- und Offiziers Quartieren. Hier sind Ornamente und Beschriftungen eingebracht. |
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Die Beschiftung über dem mittleren Haus. "Erbaut von der BEFA unter Leitung von Hauptmann Marguerre" |
Erklärungen waren hier und da zur Ergänzung der Tafeln von Nöten. |
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Es wurde reichlich über den Sinn- und Zweck der einzelnen Bauten Diskutiert. Hier mit Michael Prisille vom DEA Deutschen Erinnerungskomitee Argonnerwald. |
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Theo Schöpgens in einem der großen Bunker, die wahrscheinlich als Munitionsbunker konzipiert war. | Das Gelände war sehr weitläufig und es gab eine Menge an Objekten zu besichtigen. |
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"Der Spion" !! D.F.F.V.- Mitarbeiter Markus Reese in einem der Ornament Fenster. |
Die Deutschen Bunker im Bois de Pierreville
Am Rande des Pierreville
Waldes wurden ( wahrscheinlich ) ab 1915 verschiedene Bunker gebaut. Es handelt sich dabei
um Beobachtungsbunker, die schon stark an spätere Bunker aus dem 2.Weltkrieg erinnern.
Wahrscheinlich dienten sie der Artillerie als Beobachtungsmöglichkeit. Auch hier ist die
Bauart verschieden und nicht Einheitlich. Die Bunker verfügen über sogenannte
Lichtschächte, um das Tageslicht nutzen zu können. Sie waren ab 1918 in die
Rückwärtigen Verteidigungslinien der Hagen und Volkerstellung
integriert.
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Um zu den Bunkern zu gelangen, mußte ein kleiner Fußmarsch durch das Dickicht in Kauf genommen werden. | Vorbei an einem gesprengten Bunker geht es den Waldrand entlang zu den weiteren Bunkern. |
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Die Bunker wurden ausgiebig in Augenschein genommen. Bei milden Klima und strahlendem Sonnenschein !! | Einige Objekte waren noch stark unter der Vegetation versteckt |
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Einer der Massiven Beobachtungsbunker am Waldrand. |
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Das innere eines der Bunker. Ausgekleidet mit Festungsblech. | Das innere eines Beobachtungsbunkers mit dem Sehschlitz und Orginal Farbe. |
Die Ouvrage Hardaumont
Das Zwischenwerk ( Ouvrage ) Hardaumont wurde von 1887- 1893 erbaut. Das kleine
Werk war als reines Infanteriewerk konzipiert. Es bestand Zentral
aus zwei großen Kavernen
lagen zwei halbrunde, gemauerte Bereitschaftsräume. Das Werk war durch eine breite
Erdumwallung umgeben, die nach Oben hin durch Infanterieauftritte ausgestattet war. Auch
Maschinengewehre konnten dort mit Faschinenverstärkung eingebracht werden. Außerhalb war
das gesamte Werk durch ein festes Drahthindernis ( ca. 20 - 30m breit ) umgeben. Der
Zugang führte durch den Wall und war gemauert. An einer Seite des gemauerten Walls war
eine Vorratsraum
( 2,5 x 2,5m ) in den Wall eingebracht. Ein Wachtraum war Ebenfalls dort eingebracht.
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Nachdem wir die Autos im neuen Dorf Vaux geparkt hatten, ging es die "Jagow- Schlucht" hinauf. | Der Aufstieg war nicht ohne und recht Steil. Ein Ort schwerer Kämpfe !! |
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Auf dem Hardaumont selber legten wir erst mal eine kleine Verschnaufpause ein. |
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In den Trümmern der ehemaligen Ouvrage gab es noch einiges zu sehen. | Auf dem Areal waren noch die beiden Resten der Kavernen, zu erkennen. |
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Auch die gefählichen Schlachtfeld Relikte waren nicht zu übersehen. | Ein schwere Granate steckt noch im Boden. |
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Ein Blick gegenüber auf den Vauxberg | Der Rückweg in die Jagowschlucht. Sabine Deckelmann, Jürgen Reif, Dreik van Opstal. |
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Hinunter war besser als Hinauf !!! Markus Reese, Theo Schöpgens. | Im Gespräch mit Michael Prisille. |
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Der Betonsockel wo einst das französische 24 cm Marinegeschütz in der Jagow- Schlucht stand. |
Die Ouvrage Bezonvaux
Fast Baugleich der Ouvrage Hardaumont und vor kurzem von einem Verein großräumig wieder
freigelegt.
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Der ehemalige Zugang zur Ouvrage. | Auf dem freigelgten Gelände der Ouvrage. |
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Das freigelegte Areal verschafft einem einen Überblick über die Größe des Werkes. |
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Vor einigen Jahren war die Ouvrage nur sehr schwer zu Lokalisieren. | Der Eingangsbereich der rechten Kaverne, die schwer beschädigt ist. |
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Die rechte Kasematte mit dem vorderen Beschädigtem Bereich. Zur Zeit der deutschen Besatzung war dort ein Not- Lazarett mit OP untergebracht. |
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Die Zweite, völlig zerstörte Kaverne von oben Fotografiert. |
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In der rechten Kaverne zum Eingang hin mit Theo Schöpgens als Motiv. |
Damit war der erste Tag der
Exkursionen beendet.
Zum Abendessen trafen wir uns in Damvillers im Restaurant "la Paix", wo wir uns
wahrlich sehr wohl fühlten !!!